Als Westafrika werden alle Länder des afrikanischen Kontinents bezeichnet, die sich im Westen von Afrika befinden und durch den Atlantischen Ozean sowie der Sahara begrenzt werden. Insgesamt 16 Staaten zählen geografisch zu Westafrika; dies sind Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo. Der wichtigste Fluss ist der Niger, der Westafrika in einem riesigen Bogen durchfließt und im sogenannten Nigerbecken ein Binnendelta bildet. Der Senegal-Fluss und Volta haben für die Bewässerung Westafrikas ebenfalls eine große Bedeutung. Weitere wichtige Flüsse sind der Sine-Saloum, der mit weitverzweigten Seitenarmen ein großes Mündungsdelta bildet, sowie der Casamance-Fluss im Süden Senegals. Im Futa-Djalon-Massiv entspringt der Gambia-River und schlängelt sich durch den gleichnamigen Staat.

 

Entlang der gesamten Atlantikküste, von Senegal bis Nigeria, dominieren Mündungsdeltas von Flüssen und Lagunen das Landschaftsbild. Es gibt nur wenige Häfen, die meisten von ihnen wurden während der Kolonialzeit angelegt.

 

Westafrika gilt gemeinhin als der ärmste Teil des afrikanischen Kontinents. Aus diesem Grund ist Westafrika für den Tourismus auch noch kaum erschlossen und wird recht wenig bereist. Touristen aber, die sich dennoch zu einer Reise nach Westafrika entscheiden, werden fasziniert sein von der Vielzahl der hier lebenden Kulturen, den beeindruckenden Landschaften und der artenreichen Flora und Fauna.

 

In Westafrika lassen sich vier Landschaftsformen unterscheiden: der tropischen Regenwald (Urwald), die Feuchtsavanne, die Trockensavanne und die Dornbuschsavanne.

 

Auch Ausläufer der Wüste jedoch sind im westlichen Afrika durchaus noch zu finden.

 

Charakteristisch für den Regenwald sind der Fromager (Kapokbaum), ein laubabwerfender Baum mit riesigen Dornen und glockenförmigen Blüten, sowie der Parasolier. In der Feuchtsavanne und im Regenwald befinden sich die Lebensräume von Elefanten, Flusspferden, Affen, Krokodile und Echsen. Sie alle haben in diesen Landschaften ihren natürlichen Lebensraum gefunden. Die Trockensavanne wiederum ist besonders interessant, weil hier der sogenannte Affenbrotbaum, auch Baobab genannt, wächst. Im Stamm kann er während der Regenzeit gewaltige Mengen Wasser speichern und so längere Trockenperioden überdauern. Einige dieser Exemplare sind mehr als 1.000 Jahre alt. In dieser Savanne mit ihren hohen Gräsern fühlen sich vor allem Löwen, Gazellen, Antilopen, Panther, Geparden, Büffel und Giraffen wohl.

 

Was viele nicht wissen: auch eine bunte und artenreiche Vogelwelt wartet auf den Besucher in Westafrika. Am besten kann man die Flora und Fauna von Westafrika in einem der zahlreichen Nationalparks entdecken.

 

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